Gerade als Bodybuilding Anfänger sind praktische Tipps zur direkten Umsetzung Gold wert. So kannst Du potenzielle Fehler, die Deinen Muskelaufbau oder Fettabbau behindern, direkt zu Beginn vermeiden.
Damit Du nicht wie viele andere vor Dir, monatelang lang die gleichen Fehler begehst, habe ich für Dich die 21 grundlegendsten Bodybuilding Anfänger-Tipps rund um Training, Ernährung und Supplements zusammengestellt. Beherzige die Tipps und Du wirst in den Anfangsmonaten deines Bodybuilding und Fitness Trainings noch schnellere Erfolge im Muskelaufbau oder im Fettabbau erreichen. Also, worauf wartest Du noch, verschwende keine Zeit, indem Du die typischen Fehler begehst und let’s go!

Bodybuilding Anfänger Tipps für Dein Training

Nutze Free Weights

Die Nutzung von Maschinen im Fitnessstudio sind gut dafür, um in die ersten Bewegungsabläufe der verschiedenen Übungen der einzelnen Muskelgruppen reinzukommen. Trotzdem führt dich bei den Übungen zu einem gewissen Grad immer die Maschine und Dein Bewegungsradius sowie die mitwirkenden Muskeln sind auf Dauer eingeschränkt und nicht maximal gefordert.

Sobald du dich also nach ein paar Wochen sicher bei den Maschinenübungen fühlst, versuche immer mehr Übungen mit freien Gewichten einzubauen, um Dir maximalen Erfolg und die Aktivierung von viel mehr Muskelgruppen sowie Hilfsmuskelgruppen bei den verschiedensten freien Gewichtsübungen zu sichern.

Beispielsweise viele Übungen im sitzen lassen stabilisierende Bauch- oder Rumpfmuskulator außer Acht – warum nicht hier ebenfalls den positiven Effekt mitnehmen?

Compound Movements von Anfang an

Versuche ebenfalls neben freien Gewichten die sogenannten Compound Movements (auch oft als “Grundübungen” bezeichnet) in deinem Trainingsplan zu berücksichtigen.

Compound Movements sprechen mehrere Muskelgruppen über eine einzelne Übung an und sorgen somit für maximale Muskelstimulation und, je nach Übung, auch zu noch mehr Testosteronausschüttung – beispielsweise zeigt die Studie von Migiano, Volek, Fragala und Kramer, das je mehr Muskeln in einer Übung aktiviert und genutzt werden, je höher die Testosteronausschüttung1.

Erhöhe das Gewicht – sauber und kontrolliert

Solltest Du fortlaufend nach deinem Trainingsplan konstant trainieren, wirst du Gewichtssteigerungen bei deinen Übungen (insbesondere als Bodybuilding Anfängern) bereits nach mehreren Trainings vornehmen können. Dabei ist es ein häufiger Fehler, das zu große Gewichtssprünge gemacht werden und die Trainierenden dann automatisch anfangen die Übungen falsch sowie unsauber auszuführen.

Dies kann nicht nur deine Gains negativ einschränken sondern unter anderem bei dauerhafter Falschausführung mit großem Gewicht auch zu Fehlstellungen von Muskelpartien führen. Das Problem in Fitnessstudios ist hierbei oft, dass die kleinste Einheit von Gewichtsscheiben eine 1,25 Kilo Platte ist, die Du pro Seite nutzen kannst – kleinere Gewichte liegen meistens nicht vor und wenn, sind diese gefühlt in 99,9 % der Fälle vergriffen bzw. werden von anderen Personen genutzt.

Viele Athleten als auch ich haben wahnsinnig gute Erfolge mit sogenannten “Microplates” gemacht, die ich mir einfach selber in meinem Gymbag mit ins Fitnessstudio nehme, hierüber aber kontrolliert in jeder Session einen Gewichtssprung (beispielsweise in 0,25 kg Schritten) machen kann. Vom eigentlichen Gewicht her hört sich das im ersten Moment lächerlich an, wenn du aber bedenkst dass du somit kontinuierlich und sicher Steigerungen durchführen kannst, ohne deine Form und Ausführung Deiner Übung direkt zu zerstören, wirst du bereits nach 2 Wochen von deinen Fortschritten positiv überrascht sein.

Trainingsplan von Beginn an nutzen und einhalten

Starte von Beginn an mit einem ausgewogenen Trainingsplan mit Übungen, Gewicht und Anzahl von Sets. Einfach nur so ins Gym gehen und das Trainieren wonach Dir ist, wird Dir langfristig keine Erfolge liefern. Das ist auch mit einer der häufigsten Fehler: Viele Anfänger trainieren vorwiegend ihre Lieblingsübungen und Muskelgruppen.

Brust wird gerne trainiert, Rücken jedoch oft vernachlässigt. Was bringt dir eine massive Brust wenn dein Rücken klägliche Statur besitzt? Wenn Du zudem Muskelgruppen vernachlässigst und immer so trainierst wie es dir beliebt, hast du am Ende keine Erfolgskontrolle, welche Übungskombinationen über mehrere Wochen für Dich am besten funktionieren.

Empfehlenswert ist zum Start ein Ganzkörpertrainingsplan – somit trainierst du jedes Training alle Muskeln und das in einem Zeitraum viel häufiger, als wie wenn du mit einem 2er oder 3er Split direkt ins Training startest.

Trainingsplan nicht zu schnell wechseln

What the fuck – immer wieder höre und lese ich, “der und der Trainingsplan bringt mir keine Erfolge”, “ich wechsle jetzt zum 3er Split” oder jetzt mach ich “Push & Pull”. Wenn die Personen beispielsweise in Bodybuilding Foren dann gefragt werden, wie lange man denn schon den Trainingsplan als Anfänger verfolgt, liest man meist nur wenige Wochen.

Bullshit – ohne mehrere Wochen unter korrekter Ausführung und Steigerung deiner Gewichte sowie idealer Ernährung kannst du nicht so einfach sagen, das dir dein aktueller Trainingsplan nichts bringt. Ich sehe leider viel zu häufig, dass gerade Anfänger sich zu schnell verleiten lassen, Trainingspläne zu wechseln und sich von Trainingsplänen von Fitness Influencern verführen lassen.

Das kannst du als Fortgeschrittener Fitnessathlet sicherlich gut nutzen, um deine Muskeln mit neuen Reizen auszusetzen, aber als Anfänger musst du erst einmal dafür sorgen

  • regelmäßig zum Training zu gehen
  • die Übungen korrekt auszuführen
  • auch bei Gewichtssteigerungen die Ausführung der Übungen sauber zu halten
  • deine Ernährung optimieren
  • für eine angemessene Erholung und Schlaf sorgen

Lerne die korrekte Form deiner Übungen und verbessere sie ständig

Form vor Gewicht – merke Dir diese Devise! Es ist besser, dass Du weniger Gewicht verwendest, die Übungen richtig ausführst, anstatt zu viel Gewicht zu verwenden und die Übungen nicht sauber ausführst und schummelst. Ja, ich weiß, sicherlich nicht so geil mit weniger Gewicht vor anderen im Freihantelbereich zu trainieren – aber sicherlich auch nicht geil deine Übungen durch zu viel Gewicht falsch auszuführen und dann ausgelacht zu werden – oder?

Trainingsvideos zu jeder erdenklichen Übung mit einzelnen Tipps und worauf Du jeweils bei der Übungsausführung achten solltest, gibt es zu Genüge online. Empfehlen kann ich hier beispielsweise Playlists von englischen Fitness Youtubern wie Jeff Nippard oder ATHLEAN-X.

Nutze die kostenlosen Videos und Tipps je Übung online und lese dich zusätzlich in all deine Übungen deines Trainingsplans ein, um maximalen Erfolg in deinen ersten Monaten für dich zu garantieren.

Führe ein Trainingstagebuch

Auch wenn es im ersten Moment für dich als nervig erscheint: ein Trainingstagebuch ermöglicht Dir nach ein paar Wochen und Monaten Deinen Fortschritt auszuwerten, Schwachstellen aufzudecken und Deine Übungsreihenfolge oder Dein Übungsregement nach der Auswertung anzupassen. Entweder Du erledigst das Oldschool noch schriftlich mit Stift und Notizbuch oder per App über dein Smartphone.

Neben Übungstyp, deinem Gewicht und deinen Wiederholungen kannst du hier ggf. noch zusätzlich notieren, wie du dich fühlst, was du Pre Workout (vor dem Training) gegessen hast oder auf andere Besonderheiten deines Trainingstages eingehen, um hinterher in der Auswertung ausreichend Informationen für eine Optimierung deines Trainings oder gar Trainingstages durchzuführen. Ich nutze beispielsweise trotz Smartphone und Apps ganz gerne die Oldschoolvariante mit Notizbuch.

Wiederholungszahl zwischen 8 und 12

Gerade die ersten Wochen solltest Du die Bewegungsabläufe der Übungen verinnerlichen. Ein leichteres Gewicht, welches Dir Sätze mit 8 bis 12 Wiederholungen ermöglicht, sind dafür ideal geeignet. So führst du die Übungen und Abläufe in den ersten Wochen viel öfter durch, als wenn du direkt mit weniger Wiederholungen und viel höherem Gewicht startest.

Nach den ersten 3 bis 4 Monaten kannst Du dann beispielsweise in einen niedrigeren Wiederholungsbereich übergehen und mehr Gewicht verwenden, um deine Muskeln neu und intensiver zu stimulieren.

Mindestens 1 Tag Pause

Auch wenn man gerade am Anfang viel starten will und so oft trainieren möchte wie möglich, sind Erholungsphasen essentiell, um Deinen Körper die benötigte Regeneration zu verschaffen, die Muskelsauerheit zu reduzieren und dafür gestärkter ins nächste Training zu gehen. Mehr Training bedeutet nicht immer gleich mehr Gains.

Deine Muskeln oder auch Fettverbrennung findet vor allem nach dem Training statt – nicht nur im Training.

Cardio Einheit nach dem Krafttraining

Ein häufiger Fehler von Anfängern sind Cardioeinheiten vor dem eigentlichen Gewichtstraining. Klare Empfehlung: entweder Cardio nach dem Training ansetzen oder an einem anderen Tag durchführen, um die maximale Energie für das Gewichtheben zu haben und Deine Ziele in Form von Stärke und Gains auch zu erreichen. Zudem haben viele Bodybuilding Anfänger das Mantra eingebrannt, das Gewichtstraining für den Muskelaufbau ist und für die Fettabnahme Cardio genutzt werden muss.

Das ist aber genauso Bullshit: Gerade in einer Diät sorgt Gewichtstraining dafür, das deine Muskeln erhalten bleiben.

Konzentriere Dich auf die volle Bewegung

Ganz wichtig bei jeder Übung: Anfänger konzentrieren sich meist bei jeder Wiederholung nur auf den ersten Teil der Ausführung (die konzentrische Bewegung), Du solltest aber dem zweiten Teil (der exzentrischen Bewegung) ebenfalls genauso viel Aufmerksamkeit schenken, und das in jedem einzelnen Satz! Als Beispiel bei der Übung Bankdrücken sieht man immer sehr häufig im Fitnessstudio, das dem Hochdrücken der Langhantel die größte Beachtung und Zeit geschenkt wird, das Herunterlassen der Langhantel wird oft zu schnell durchgeführt – wobei gerade hier positiv auf deine Gains bei dieser Übung eingezahlt werden kann.

Du wirst sehen, dass Du Deine Muskelgruppen so viel intensiver ansprichst und merkst, was sich dann auch in Deinen Erfolgen wiederspiegeln wird.

Korrekte Atmung

Auch ein Punkt der oft unterschätzt wird, ist die Atmung. Atme ein, wenn Du das Gewicht bewegst, atme aus, wenn Du es los lässt. Unregelmäßiges atmen verschlechtert deine Performance – zudem bringt ein kontrolliertes atmen deine Konzentration auf ein besseres Level, damit einhergehend wirst du die Übung noch kontrollierter ausführen können.

Bodybuilding Anfänger Tipps für Deine Ernährung

Rechne deine benötigten Kalorien für dein Fitnessziel von Beginn Deiner Bodybuildingreise aus

Du startest dein Bodybuilding- und Fitnesstraining sicher nicht ohne Grund – ob es die Gewichtszunahme, die Fettabnahme oder auch die allgemeine Verbesserung deiner Performance ist. Hier beginnst du mit deinen aktuellen Stats. Vereinfacht heruntergebrochen sind das Punkte wie momentanes Gewicht, Körpergröße, deine Trainingshäufigkeit und Bewegung im Alltag.

Arbeitest du im Büro und sitzt lange am Schreibtisch, hast du generell einen niedrigeren Bedarf an täglichen Kalorien, als wie wenn du einen körperlich anspruchsvollen Job hast wie beispielsweise ein Handwerker, der die meiste Arbeitszeit des Tages in Bewegung ist. Viele Bodybuilding Anfänger starten meistens ohne den eigenen Kalorienbedarf berechnet zu haben und wissen somit gar nicht, wie viele Kalorien du für dein individuelles Ziel (Muskelaufbau oder Fettabnahme beispielsweise) benötigst.

Dabei gibt es viele kostenlose Online-Kalorienrechner, die nach der Eingabe deiner aktuellen Daten die Berechnung für dich übernehmen und dir für den Start einen super Hinweis zu deinen täglichen Kalorien geben. Deine täglichen Kalorien Hoch- und Runterjustieren kannst du in den folgenden Wochen immer noch.

Als Online-Kalorienrechner kann ich dir beispielsweise https://legionathletics.com/macronutrient-calculator/ empfehlen.

Kalorienzählen per App

Dies ist ein riesengroßer Fehler von vielen Neulingen und Anfängern – sie tracken nicht was sie essen und zählen auch keine Kalorien. Solange Du nicht ohne Hilfe abschätzen kannst, wie viel Fett 15 Gramm Mandeln oder wie viele Kohlenhydrate 100 Gramm Weizennudeln haben, wirst Du wahrscheinlich auch nicht darauf achten, ob Du auf Dein übergeordnetes Ziel (Muskelaufbau oder Fettabnahme) angemessen isst.

Willst Du zunehmen, benötigst Du einen konstanten Kalorienüberschuss zusätzlich zu deinen Kalorien, die du generell jeden Tag verbrennst. Und nein, ich meine keinen unkontrollierten Überschuss à la “ich esse was ich will”, ich befinde mich im “Bulk”, sondern konstante 200 – 300 Kalorien im Plus – jeden Tag. Diese 200 – 300 Kalorien on top auf deinen täglichen Kalorien-Grundumsatz.

Andernfalls wirst Du neben Muskelzuwächsen auch extremer Fettzunahme ausgesetzt sein – was bringen Dir dann Deine 2 Kilo mehr Muskeln, wenn sich diese unter 10 Kilo extra Fett verstecken?

Gleiches Prinzip kann umgekehrt auch auf die Fettabnahme angewendet werden – hier sollten kontrolliert weniger Kalorien gegessen werden, 200 – 250 Kalorien weniger Kalorien als deine ausgerechneten Grundumsatz Kalorien verhindern Muskelverlust und lasse dir zur Not in den letzten Wochen deiner Diät noch etwas Spielraum, um auf beispielsweise 300 Kalorien weniger je Tag zu gehen.

Halte dich also fern von aggressiven Kalorienreduktionen und Diäten, da Du sonst erfahrungsgemäß neben Deinem Fett auch extrem viel Muskelmasse verlierst. In kostenlosen Fitness und Tracking Apps wie beispielsweise Myfitnesspal oder Yazio geht die Eingabe deiner Lebensmittel zudem relativ schnell von statten: Falls vorhanden, den Strichcode deiner Lebensmittelverpackung einscannen, dann eingeben wie viel Gramm du isst und fertig.

Alle Daten zu Kalorien, Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß zeigt Dir die App von alleine an und rechnet alles automatisch zusammen – deine Gesamtkalorien deiner getrackten Lebensmittel je Tag gleich mit.

Start easy – Makroverteilung von Protein, Kohlenhydraten und Fett

Low Fat, High Carb, No Carb – alles Makroverteilungen, um die du dich die ersten Monate keinen Kopf zerbrechen solltest. Für jede Makronährstoffverteilung gibt es Befürworter und Gegner und ja, gewissermaßen auch Vor- und Nachteile.

Aber, das sind alles Punkte, die du nach ein paar Monaten gleichbleibender Ernährung und Trainings angehen kannst. Starte jedoch mit einer einfachen Nährstoffverteilung – beispielsweise 40 % Kohlenhydrate, 30 % Protein und 30 % Fett – fertig. Hast du dir beispielsweise einen täglichen Kalorienbedarf von 2500 Kalorien pro Tag berechnet (eine Empfehlung zu einem Kalorienrechner führe ich dir einen Punkt weiter oben auf), wären dies 1000 Kalorien aus Kohlenhydraten (250 Gramm Kohlenhydrate), 750 Kalorien aus Protein (187,5 Gramm Protein) und 750 Kalorien aus Fett (83,3 Gramm Fett) – fertig.

Also, lass dich nicht von den ganzen Fitness Gurus und kaufbaren Ernährungsplänen verunsichern, sie machen nichts anderes als deine Stats zu erfragen und diese dann in ihre eigenen Rechner einzugeben.

Du solltest eine ideale Wasserzufuhr für Muskelaufbau oder Fettabbau haben

Ein Tipp, der eigentlich langweilig klingt, jedoch genauer untersucht, essentiell für deine Performance ist: unser Körper besteht größtenteils aus Wasser, alleine über Nacht und bei körperlichen Aktivitäten verliert er Wasser. Eine gute Hydration stellt die Stoffwechselprozesse optimal ein.

Egal ob Muskelaufbau, Fettabbau oder sportliche Bestleistung, Wasser unterstützt sehr viele Stoffwechselprozesse im Körper und ist die einfachste und günstigste Variable, die du positiv für deine Fitnessziele steuern und nutzen kannst. Auch hier gibt es wieder etliche Expertenmeinungen, eine gute Daumenregel sind jedoch je 20 kg Körpergewicht einen Liter Wasser zu trinken.

Mikronährstoffe – Esse Gemüse und Früchte

Gemüse und Obst enthalten nicht nur Makronährstoffe wie Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß, sondern auch Mikronährstoffe, die für einen optimalen Stoffwechsel und eine ideale Hormonbalance essentiell sind. Viele Horrorgeschichten über Fruktose (Hauptzuckerart von vielen Obstsorten) existieren online, zum Beispiel, das bei einem Verzehr von Obst die Kohlenhydrate direkt als Fett gespeichert werden usw. – dieser Prozess ist jedoch wesentlich komplexer und kann so nicht heruntergebrochen werden.

Verliere Dich als Fitness Anfänger nicht in Details, sondern sorge neben einer korrekten Makronährstoffverteilung auch für eine ausreichende Versorgung von Mikronährstoffen, denn nur so versorgst du deinen Körper und deine Muskeln mit den idealen Bausteinen – Tag für Tag. Auch hier eine gute Faustregel: achte darauf das du in jeder Mahlzeit mindestens 2 – 3 farblich unterschiedliche Gemüsesorten verwendest. Insbesondere Gemüsesorten mit starken Farben stecken voller Antioxidantien.

Also nicht einfach nur Brokkoli, Reis und Hähnchen sind angesagt, auch Gemüsesorten mit einer anderen Farbe als grün – wie z.B. Rotkohl oder rote Beete sollten Einzug auf deinen Teller finden.

Handle wie ein Fitness-Athlet

Idealerweise reduzierst Du Alkohol, rauchen und durchzechte Nächte auf ein kleineres Maß, da alle drei Faktoren bewiesenermaßen negativ auf Deine Erholung und Deinen Stoffwechsel einzahlen. Durch regelmäßigen Alkoholkonsum ist zudem ein verstärkter Fettansatz vorprogrammiert, da Dein Körper von den Makronährstoffarten (Kohlenhydrate, Protein und Fett) zuallererst den Alkohol verarbeitet.

Solltest du also neben dem Trinken nun auch noch Hungerattacken haben (und die sind meistens vorprogrammiert;-) ), werden alle anderen Nährstoffe verzögert verarbeitet und durch die ungünstige Situation durch den Alkohol gerne vermehrt in Fettdepots verlagert. Zudem arbeitet dein Stoffwechsel dadurch um viele Stunden ab dem ersten Schluck Alkohol nicht mehr optimal, bis der Alkohol komplett abgebaut ist.

Es bestehen zudem Hinweise, das sich Alkohol negativ auf deinen Testosteronspiegel auswirken kann. Unterschätze gerade diesen Faktor nicht, denn bist Du regelmäßig am Stück jede Woche “betrunken” oder trinkst generell viel Alkohol, schränkst Du Deine Gains oder auch deine Fettabnahme massiv ein. Hier rede ich nicht davon, das du komplett verzichten sollst, sondern generell umsichtiger mit dem Thema umgehen solltest.

Viele Nachrichten, die ich über meine Social Media Kanäle erhalte, haben als Thema “Warum mache ich keine Fortschritte – bitte schaue dir meinen Ernährungs- oder Trainingsplan an”. Wenn ich dann die typischen weiteren Faktoren wie Erholung, Alkohol und Co. abfrage sind dies meistens die ersten Faktoren, die sich auftun und negativen Einfluss besitzen. Also nicht unterschätzen.

Da ich auch nicht gänzlich auf Alkohol verzichte, nutze ich beipielsweise einige gute Taktiken um “Schadensbegrenzung” zu betreiben. Einen super hilfreichen Guide hierfür, wie Du während des Alkoholkonsums in Bezug für deinen Muskelaufbau oder deine Fettabnahme den „Schaden“ in für auf deine Fitnessziele “minimieren” kannst, hat Andy Morgan beispielsweise in diesem Guide zur Verfügung gestellt.

Bodybuilding Anfänger Tipps für Supplements

Kontrollierte Verwendung von Trainingsboostern

Wie in meinen Artikeln Sind Trainingsbooster gefährlich? und Verbotene Trainingsbooster in Deutschland aufgezeigt, sind Trainingsbooster nicht immer Dein Freund und Helfer beim Training – erhöhen sie zwar kurzzeitig die Motivation und Energielevel, geht es nach ein bis zwei Stunden wieder rapide ab hinsichtlich der Energielevel.

Zudem werden zu viele Stimulanzien in jeder Trainingssession von dir die nachgerichtete Erholung nicht optimal unterstützen. Deinen Körper solltest du also nicht auf die Verwendung von Trainingsboostern bei jeder Trainingssession trimmen. Dies ist nicht nur für deinen Körper gut, auch für deinen Geldbeutel.

Alternativ kann ich immer wieder nur raten, sich die Supplements selber zusammenzustellen – warum, zeige ich dir beispielsweise in meinem Artikel 7 Gründe, warum Du Deine Supplements selber herstellen soltest oder auch im Artikel Bedeutung & Tricks der Propietary Blends – un wie Du ihn durchschaust!

Zusammengefasst kann man nur empfehlen, das Trainingsbooster nur in Situationen genutzt werden sollten, wo ein extra Kick benötigt wird, beispielsweise durch einen langen Tag in der Schule, Uni oder auf der Arbeit – hier kann dir der Booster dann zu neuer Motivation oder neuer Energie verhelfen und anstatt zu Hause auf dem Sofa zu liegen gehst du doch ins Fitnessstudio und ziehst dein Training durch.

Keine Spezialformen von Eiweisspulvern notwendig

Immer wieder werde ich in meinen privaten Nachrichten gefragt, welche Form von beispielsweise Whey besser ist und für Muskelaufbau, Fettabbau oder nach dem Training mehr bringt. Das altbewährte Whey Konzentrat, Whey Isolat oder doch Whey Hydrolysat? Ganz ehrlich: solange Du dich nicht auf einem Athletenlevel bist oder Dich in der Wettkampfvorbereitung befindest, lass Dich nicht von Versprechen verführen, dass die teureren Eiweisspulver besser sind.

Einziger Unterschied ist, dass der Fett und Kohlenhydratanteil (Milchzucker in dem Fall) weiter reduziert wurde und somit ein bisschen mehr Gramm Eiweiss je 100 Gramm Eiweißpulver verfügbar sind. Die paar Gramm für 10 – 20 Euro mehr sind es meiner Meinung nach nicht wert.

Nutze Eiweisspulver Smart und gerne auch die Variante Whey Konzentrat, wenn wir jetzt schon beim Thema “Whey Protein” sind. Hauptsache Du erreichst als Beginner konstant jeden Tag Dein Level an Eiweiß in Gramm. Aber das solltest du sowieso nicht alleine über Proteinpulver abdecken, sondern durch die wirklich zahlreich verfügbaren Eiweissquellen.

Hype Supplements adé

Kurz vorab – würde es ein legales Supplement geben, das dir unglaublichen Muskelzuwachs ohne Nebenwirkungen bescheren würde, würdest du dieses bereits jetzt kennen. Von Supplement Firmen chemisch neu strukturierte Formeln von altbekannten Supplements, Transportmatrixen und Co. hören sich immer gut an, sind aber nur ein neuer Weg dich zu einem Kauf dieser Supplements zu bewegen.

Konstante Studienergebnisse, von vor allem angesehenen Wissenschaftlern, sind hierbei meist Mangelware. Klare Empfehlung von mir: keine gehypten Supps zu verwenden und eher auf gut dokumentierte Supplements für Dein verfolgtes Ziel zurückzugreifen.

Quellen

1. Migiano, M. J., Vingren, J. L., Volek, J. S., Maresh, C. M., Fragala, M. S., Ho, J. Y., … & Kraemer, W. J. (2010). Endocrine response patterns to acute unilateral and bilateral resistance exercise in men. The Journal of Strength & Conditioning Research, 24(1), 128-134.

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